
„Über die Liebe zu den Armen“
Nachdem ich sein apostolisches Schreiben mit dem Titel „Dile xi te“ (zu Deutsch: „Ich habe dir meine Liebe zugewandt“, Offb 3,9), gelesen habe, erhielt ich, so mein Gefühl, eine gewisse Ahnung davon, was für ein Mensch unser neuer Papst ist. Papst Leo XIV. scheint, so wie bereits sein Vorgänger Franziskus, eine Schwäche für die Armen zu haben. Besonders berührt haben mich folgende Zeilen: „Haben die Schwachen nicht die gleiche Würde wie wir? Sind diejenigen, die mit we niger Möglichkeiten geboren wurden, als Menschen weniger wert und müssen sich damit begnügen, bloß zu überleben? Von der Antwort, die wir auf diese Fragen geben, hängt der Wert unserer Gesellschaften ab, und von ihr hängt auch unsere Zukunft ab.“

Die Seelsorge in den verschiedenen Gemeinden zählt zu den wichtigsten Aktivitäten salvatorianischer Missionsarbeit. (c) Salvatorianer weltweit
Arme nicht aus dem Blick verlieren
Genau darum geht es auch in meiner Arbeit in der Missionsprokura der Salvatorianer in Wien St. Michael. In meinem Alltag ist es mein Bemühen und mein Ziel, eben die Armen nicht aus dem Blick zu verlieren: Papst Leo XIV schreibt auch: „[Wir] Christen dürfen die Armen nicht bloß als soziales Problem betrachten: Sie sind eine „Familienangelegenheit“. Sie gehören „zu den Unsrigen“. Wenn ich im beruflichen Alltag meiner (Teil-)Aufgabe als Fundraiser, man könnte auch „Spenden- bzw. Geldsammler“ sagen, nachkomme, ist es offen gestanden nicht immer einfach, Menschen um Geld zu bitten. Aber wenn ich immer wieder erkennen darf, welchen Einfluss diese (Geld-)Mittel auf Menschen in Armut haben, dann werde ich hier in meinem christlichen Auftrag und meiner Mission gestärkt, und sehe meine Bitte daher mehr als Einladung, die man annehmen kann oder auch nicht.
DANKE sagen
Eine schöne Aufgabe meiner Rolle ist es, DANKE sagen zu dürfen. Ich bedanke mich bei allen Menschen, die in der Vergangenheit die Mission der „Salvatorianer weltweit“ mit einer Spende unterstützt haben. Wir konnten damit viel Gutes bewegen, etwa Kindern in den Elendsvierteln von Caracas oder Manila Bildung, Aufmerksamkeit und Hoffnung schenken. Wir konnten kranke Menschen heilen, alte Menschen trösten und von Gewalt betroffenen Frauen Schutz und Kindern neuen Mut spenden. Die Salvatorianer könnten dies wohl auch alleine machen – aber für andere Menschen da zu sein, ist die Aufgabe aller Menschen, es ist eine Einladung an uns ALLE. Denn jeder von uns weiß wie schön das Gefühl ist, wenn man anderen Menschen etwas Gutes tut – oder jemanden Zeit oder gar ein Lächeln schenkt.

Die Feier einer Messe im ländlichen Sambia: neben der alltäglichen pastoralen Arbeit fördert man das lokale Bildungswesen. (c) Salvatorianer weltweit
Übrigens, wenn Sie vielleicht nicht wissen, was die „Salvatorianer welt weit“ alles so bewegen, dann besuchen Sie doch unsere neue Website https://salvatorianer-weltweit.org/ – dort findet man ein paar Beispiele von der Liebe der Salvatorianer zu den Armen sowie auch Erfolge, die wir dank Ihnen, unseren Wegbegleiter:innen und Förder:innen, in der Vergangenheit feiern durften. Danke für Ihr Interesse an unserer Arbeit und unserem weltweiten Wirken.
Text: Lukas Korosec
Der Artikel erschien in der Ausgabe 1/26 von "die Salvatorianer". "die Salvatorianer" 1/26 können Sie hier als PDF downloaden.



