Donnerstag 14. Dezember 2017
Salvatorianer in Österreich und Rumänien
  • Das ist das ewige Leben:
    Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.

Salvatorianer helfen Überlebenden auf den Philippinen

15.000 obdachlose Menschen nach Großbrand in Elendsviertel von Manila

 

Rund 15.000 Menschen sind nach einem verheerenden Großbrand am 7. Februar 2017 in einem Armenviertel der philippinischen Hauptstadt Manila obdachlos geworden. Regierung, Hilfsorganisationen und kirchliche Einrichtungen sind seit einer Woche im Noteinsatz. Mittendrin: „Puso Sa Puso“, ein Hilfswerk der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer.

 

Das Feuer war am Abend des 7. Februar 2017 in einem Armenviertel Manilas in der Nähe des Hafens ausgebrochen. Erst nach zehn Stunden konnte die Feuerwehr den Brand löschen; dabei kam ein Feuerwehrmann ums Leben. Bei dem Brand wurden über 1.000 Hütten zerstört, nach offiziellen Angaben verloren 2.500 Familien ihr Zuhause.

 

                                                       

(c) Sidney Snoeck

 

Der Salvatorianerpater Hubert Kranz berichtet über die ersten Tage nach der Katastrophe: „Da die Hütten Seite an Seite stehen und aus leicht brennbarem Material bestehen, lassen sich solche Feuer praktisch nicht kontrollieren.“ Dass nach Medienberichten eine umgeworfene Kerze den Brand verursacht haben soll, verwundert den Ordensmann daher nicht. P. Kranz: „Wir haben sofort eine Autoladung voll Essen gepackt und uns mit einem Kofferraum voll Reis, Öl, Zucker, Nudeln auf den Weg gemacht.“

 

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Auch Patres, Schwestern, Lehrer und Sozialarbeiter von „Puso Sa Puso“, ein von den Salvatorianern gegründetes Hilfswerk, seien gleich zum betroffenen Gelände aufgebrochen, um vermisste Personen zu suchen und erste Hilfe zu leisten. Erschwert wurde die Suche in den ersten Stunden durch Rauch und umherliegende Trümmer. Bei diesem ersten Besuch trifft P. Kranz nur wenige Familien, die in den Ruinen geblieben sind und zu denen er einen engen Kontakt hat. Es sind Menschen, die er von der Pfarrseelsorge kennt oder Familien der Schüler, die in einem salvatorianischen Bildungsprogramm ihren Schulabschluss machen. Unter ihnen auch die 21 Jahre alte Maria. Die junge Frau steht mit ihrem Ehemann buchstäblich in den Trümmern ihrer Existenz, als er sie antrifft. Gerade erst hat sie ihren Kiosk eröffnet, sogar einen Kühlschrank für Getränke gekauft, sagt sie. Ihr Mann hatte ein Motorradtaxi. „Davon wird man nicht reich“, erzählt P. Kranz, „aber man kann davon leben. Jetzt haben Sie nichts mehr.“

 

(c) Sidney Snoeck

 

„Puso Sa Puso“ hilft

Nur wenige sind wie Maria in den Brandruinen geblieben, der Großteil der 15.000 Opfer wurde in den ersten Stunden evakuiert und in Sporthallen und öffentlichen Gebäuden unter-gebracht. Dort werden sie derzeit mit dem Nötigsten versorgt. Auch „Puso Sa Puso“ kümmert sich um betroffene Familien und Kinder. „Wir arbeiten nicht nach dem Gießkannenprinzip. Die Familien erhalten kein Bargeld, sondern Coupons für Läden und Baumärkte. Die Sozialarbeiter von Puso führen Buch und halten Kontakt zu anderen Hilfsorganisationen“, erzählt der Salvatorianerpater. Die Aufräumarbeiten sind derzeit in vollem Gang. Lange Menschenschlangen stehen an, um sich mit Hilfsgütern zu versorgen.

 

                                                       

(c) Sidney Snoeck

 

Das ganze Viertel besteht nur noch aus Schutt und Asche. Es türmen sich Berge von Brandschutt auf der Straße, der Verkehr ist lahmgelegt, berichtet der Ordensmann. Vor allem die Hygiene-Situation bereitet P. Kranz Sorgen. „Im Moment können wir jede Hilfe und jeden Euro gebrauchen, vor allem für Medikamente, Decken, Matten“, sagt P. Hubert Kranz, „aber auch für Baumaterial. Denn viele der Männer sind mittlerweile zurückgekehrt, um wiederaufzubauen, was ihnen die Flammen geraubt haben. Aber es wird noch viele Wochen dauern, bis sich Manila von der Katastrophe erholen wird.“

 

Unterstützen Sie bitte die Hilfe der Salvatorianer unter dem Stichwort „Brandhilfe Manila“: Bawag Spendenkonto Salvator Missionen; IBAN: AT36 6000 0000 0231 9452

 

Die salvatorianische Hilfsorganisation „Puso Sa Puso“ unterstützt seit 2008 vor allem mit Bildungsprogrammen Kinder und Jugendliche aus den Slums von Manila. Näheres unter: www.pusosapuso.org

 

Ansprechpartner für Rückfragen: Robert Sonnleitner 0664/210 32 69

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