Sonntag 9. Dezember 2018
Salvatorianer in Österreich und Rumänien
  • Das ist das ewige Leben:
    Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.

„Es wird ihn mehr freuen, wenn ich ihm selbst schreibe“

Pater Jordan schreibt Namenstagswünsche an P. Bartholomäus Königsöhr

 

„Das Freiburger Kolleg hatte mir einen an den Ehrwürdigen Vater adressierten Brief gesandt; es war der letzte, den er erhielt. Ich erkannte die Schrift des Hochw. P. Bartholomäus, und da ich den Inhalt zu erraten glaubte, machte ich ihn auf.

 

Ich sagte E.V.: ‚Der Hochw. P. Bartholomäus dankt E.V. für die Namenstagsglückwünsche. Die persönlichen Zeilen haben ihm große Freude bereitet.‘ E.V. schien mich zu verstehen.

 

Ich fragte: ‚Darf ich ihm den Segen, um den er E.V. bittet, senden?‘ – E.V. gab keine Antwort, machte aber mit der rechten Hand eine Bewegung, als ob er den Segen erteilen wollte. –

 

Der Hochw. P. Bartholomäus erhielt auch die letzten Zeilen, die E.V. schrieb. Es war am 18. August, als ich E.V. in Freiburg besuchte. Ich sagte: ‚P. Barth. hat am 24. den Namenstag; darf ich ihm auch Glückwünsche beifügen?‘ – ‚Gewiß,‘ sagte E.V., ‚aber es wird ihn mehr freuen, wenn ich ihm selbst schreibe.

 

Ich wollte ihm abraten, da er im Bett lag und sehr schwach war. Er ließ es sich nicht nehmen, stand eigens auf, setzte sich an den Tisch und schrieb auf eine Visitenkarte, die ich ihm unter seinen Schreibsachen suchen musste. Weil es die letzten geschriebenen Worte des Ehrwürdigen Vaters sind, mögen sie hier im Faksimile wiedergegeben werden.“

 

Pater Pankratius Pfeiffer SDS, in Salvatorianer Chronik, 3(1918), Nr. 2, S. 186

 


 

Salvatorianer Chronik, 3. Jhg. 1918, Nr. 2, S. 187 / DSS, X, Nr. 1286

[Fribourg 18.8.1918] „Väterl. Gruß u. Segen an alle. Herzliche Glück- und Segenswünsche zum hl. Namenstage. Alles Gute von Herzen wünscht“ (DSS, X, Nr. 1286)

 


 

Salvatorianer Chronik, 1. Jhg. 1916, Nr. 1, S. 3

 

Pater Bartholomäus Königsöhr, erster Provinzial der österreichisch-ungarischen Provinz und Provinzial der deutschen Provinz (1871-1948)

 

Im Seligsprechungsprozess von Pater Jordan erinnerte sich Pater Königsöhr 1944, vier Jahre vor seinem Tod, an folgendes Ereignis aus seiner Kindheit über den Gründer:
„Ich war 14,5 Jahre alt und Ministrant im Dom zu Frankfurt am Main. In der Früh sagte einmal in der Sakristei ein Kaplan: ‚Geh in das bestimmte Hotel, dort wohnt Pater Jordan, führe ihn zu den Ursulinen, damit er dort die hl. Messe lese; wir haben gestern Abend auch über dich gesprochen!‘ Ich hatte nämlich vor, in einen Orden einzutreten. Ich habe den Pater Jordan abgeholt und ihm schließlich gesagt: ‚Ich bin der, über den gestern Abend gesprochen wurde.‘ Darauf hat er mit mir über das Ordensleben gesprochen. Ich habe den Diener Gottes [Pater Jordan] in Frankfurt herumgeführt, er kam auch zu meinem Vater. Meine Mutter war schon tot. Ich war fest entschlossen, in die vom Diener Gottes gegründete Gesellschaft einzutreten. Er hieß mich, vorläufig zu warten, er werde von Rom aus schreiben. Der Diener Gottes hat mich durch seine Reden so begeistert und hingerissen, dass ich mich zu ihm ganz hingezogen fühlte.”

 

Informationsprozess in Wien, Sessio 34, 28.6.1944, zu Frage 6

 


 

Anlässlich des Pater Jordan-Gedenkjahres 2017/2018 wurden dieses Zitat und dessen historischer Umriss aus einer Reihe der letzten Worte von Pater Jordan gewählt. Sein Nachfolger Pater Pankratius Pfeiffer SDS schrieb sie wortgetreu nieder. Lesen Sie hier weiter…

„...Wenn ich zurückdachte auf die Zeit vor 20 Jahren - und jetzt! [...] Welcher Umschwung! Damals drei Priester, jetzt 140. Und wie vieles ist erreicht worden. Die Gesellschaft ist [...] auf dem Erdkreise verbreitet, der Grundstein ist gelegt für so viele Ordensniederlassungen.“


 

 

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