Dienstag 21. August 2018
Salvatorianer in Österreich und Rumänien
  • Das ist das ewige Leben:
    Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.

8. Februar: Ja zur Freiheit! Nein zum Menschenhandel!

 

SOLWODI-Aktion gegen Menschenhandel in St. Michael fand guten Anklang

 

Bereits zum vierten Mal fand am 8. Februar weltweit der „Internationale Tag des Gebets und der Reflexion gegen den Menschenhandel“ statt. Der Verein SOLWODI, der von Ordensfrauen gegründete wurde und der sich besonders für Frauen engagiert, die Opfer von Menschenhandel, sexueller Gewalt und Ausbeutung geworden sind, hatte an diesem Tag zum Informationsschwerpunkt in die Michaelerkirche der Salvatorianer in Wien I eingeladen.

 

Papst Franziskus persönlich hatte 2018 das Leitwort des Weltgebetstages vorgegeben: „Migration ohne Menschenhandel. Ja zur Freiheit! Nein zum Menschenhandel!“ Es ist gleichzeitig der Gedenk-Tag der erst im Jahr 2000 heiliggesprochenen Josephine Bakhita. Die Sudanesin, 1869 geboren, wurde als 7jährige von Sklavenhändlern verschleppt und jahrelang auf Märkten zum Verkauf angeboten.

 

 

Menschenhandel: Jahresumsatz 32 Mrd. USD

Der vom Verein SOLWODI initiierte Aktionstag begann um 17.00 Uhr im Foyer der Michaelerkirche. Ein Infostand lieferte Informationen rund um Menschenhandel in Österreich und weltweit. Die Mehrheit der Betroffenen (etwa 79%) von Menschenhandel werden Opfer sexueller Ausbeutung. Weitere Formen von Menschenhandel sind Arbeitsausbeutung, Kinderhandel, Organhandel und der Zwang zu Bettelei und kriminellen Handlungen. Laut Schätzungen gibt es 

weltweit circa 30 Millionen versklavte Menschen. Der globale Jahresumsatz wird auf etwa 32 Milliarden US-Dollar geschätzt. Menschliches Leben wird zum Objekt gemacht, für höheren Profit gehandelt und ausgebeutet.

 

 

Österreich ist Transit- und Zielland zugleich. Tausende Frauen - vor allem Ausländerinnen - werden nach Österreich gebracht, um in der Prostitution zu arbeiten; sie sind vielfach Opfer von Menschenhandel.

 

Gottesdienst gedachte der Opfer

In dem um 18.00 Uhr begonnen Gottesdienst wurde des Leides der Opfer gedacht, aber auch der direkten Täter, der internationalen Firmen, Politiker und Verantwortlichen, die vom Menschenhandel profitieren. Und schließlich an uns selbst, die wir durch unser Konsumverhalten oder unsere Gleichgültigkeit zu Nutznießern des Menschenhandels werden.

 

Christliche Kernfrage: Wer ist mein Nächster?

In seiner Predigt wies Salvatorianer-Provinzial P. Josef Wonisch darauf hin, die wesentliche Frage christlicher Lebenspraxis sei: Wer ist mein Nächster? Wonisch: "Jesus lässt sich nicht auf eine Theoriedebatte ein. Jesus holt uns herunter auf die ganz praktische Frage: Was begegnet dir auf deinem Weg, und tust du dann das, was notwendend ist? Jesu Antwort ist ganz klar: Es ist die Not eines Menschen, die ihn zu Deinem Nächsten macht, wo immer Dir dieser Mensch auf Deinen Lebenswegen begegnet. So sonnenklar diese Aussage auch sein mag – die konsequente Umsetzung solcher Haltung in das eigene, alltägliche Leben macht oft erhebliche Schwierigkeiten: Gerade in unserer weltweit vernetzten Informationsgesellschaft lautet die Frage heute oft viel eher: 'Wer unter den vielen Notleidenden, von denen ich tagtäglich erfahre, ist nun eigentlich wirklich mein Nächster?' Wer hat meine Hilfe am nötigsten? Wo soll ich also anfangen? – Angesichts so vieler unterschiedlicher Notlagen wird die Versuchung übermächtig, einfach die Augen zu schließen, um einfach nicht alles sehen zu müssen, bzw. zu wollen." 

 

 

Papst Franziskus habe dazu 2013 in einem Interview gesagt, er träume von einer Kirche als Mutter und als Hirtin. Die Christen müssen barmherzig sein, sich der Menschen annehmen, sie begleiten – wie der gute Samariter, der seinen Nächsten wäscht, reinigt, aufhebt. Das ist pures Evangelium. Provinzial Wonisch: "Das Neue am Evangelium ist, dass Gottes- und Nächstenliebe in Jesus zusammenfallen." Sein Resümee: "Der Schlusssatz Jesu hat etwas ungemein erfrischendes: 'Dann geh und handle genauso!'"

 

 

RENATE: Ordensfrauen gegen Menschenhandel

Im Anschluss bot ein Film von RENATE (Religious in Europe Networking Against Trafficking and Exploitation -Ordensfrauen Europas vernetzen sich gegen Menschenhandel und Ausbeutung) Einblick in die Arbeit der Organisation bzw. die Situation von Lettland, Albanien, Rumänien, Italien, Niederlande und Großbritannien.

Der Film ist auch auf der RENATE-Homepage zu sehen.

 

 

 

„Mein Jesus, Barmherzigkeit“

 


 

 

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