Donnerstag 14. Dezember 2017
Salvatorianer in Österreich und Rumänien
  • Das ist das ewige Leben:
    Dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.

Wir Salvatorianer trauern um P. Berno Rupp

Das Leben liebend und doch bereit zu gehen

 

In großer Trauer geben wir Salvatorianer bekannt, dass P. Berno Rupp von uns ging. Das Leben liebend und doch bereit zu gehen, verstarb er 81-jährig am 26. September um 22:00 Uhr im Krankenhaus in Ravensburg.

 

P. Berno Rupp wird in seinem Heimatort Meckenbeuren verabschiedet werden. Ein Rosenkranz ist am Montag, 2. Oktober um 18.30 und eine Trauerfeier in der Pfarrkirche St. Maria in Meckenbeuren am Feiertag, 3. Oktober um 14.00 Uhr. Auf seine ausdrücklichen Wunsch wird Pater Berno in Temeswar bestattet. Das Requiem mit Beerdigung feiert Bischof Martin Roos am Samstag, 7. Oktober um 16.00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche, Elisabethstadt in Temesvar.

 

Manu Nitsch

P. Berno Rupp (c) Manu Nitsch

 

P. Berno wurde am 15. November 1935 in Bergatreute in Oberschwaben geboren. Von 1946 bis 1955 besuchte er das Salvatorkolleg in Bad Wurzach. In dieser Zeit wuchs in ihm der Wunsch, als Missionar in der Ordensgemeinschaft der Salvatorianer zu leben. Am 1. Mai 1956 legte er die erste Profess ab. Zum Theologiestudium ging P. Berno an die Gregoriana nach Rom, wo er am 1. Juli 1961 in der Kirche San Marcello al Corso in Rom zum Priester geweiht wurde.

 

Neuanfang in Temeswar

Sein lebenslanger Wunsch, als Missionar im Ausland zu wirken, erfüllte sich 1990 als er beauftragt wurde, die salvatorianische Niederlassung in Temeswar/Rumänien entweder würdig zu beenden oder neu aufzubauen. Mit seinem ihm eigenen zähen Willen und seiner Begeisterung, die unbändige Kräfte auch bei anderen wecken konnte, gelang es ihm tatsächlich das enteignete Kloster der Salvatorianer in der Elisabethstadt wiederzubekommen, wieder aufzubauen, neu zu beleben, und auch junge Mitbrüder für den Neuanfang zu gewinnen. Zutiefst berührt von der Not der Schwachen und Hilflosen, die in der Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs auf der Strecke blieben, begann er aber neben seiner pastoralen Tätigkeiten ein Netzwerk der Hilfe für die Straßenkinder, die Alten und die Obdachlosen in seiner Stadt, zu der Temeswar inzwischen geworden war, aufzubauen. Unzählige Male fuhr er die Stecke von Deutschland nach Rumänien mit seinem Kleintransporter, um vielfältige Hilfsgüter zu transportieren. Viele Gruppen und Initiativen regte er an, ihrerseits tatkräftig zu helfen. Zusammen mit der Caritas Temeswar entstanden so ein Nachtasyl für Obdachlose, ein Frauenhaus, Einrichtungen zur Integration von Wohnsitzlosen, zur Kinderbetreuung, Altenpflege und ein Sterbehospiz. Die Errichtung der „Pater-Berno-Stiftung“ durch die Salvatorianer, die Caritas und viele engagierte Gruppen, gründet auf dem Wunsch, die von ihm aufgebauten Werke nachhaltig zu sichern und weiterzuentwickeln.

 

Für sein Lebenswerk erhielt P. Berno zahlreiche Auszeichnungen:
2005 Ehrenbürgerschaft der Stadt Temeswar
2006 Ehrennadel in Gold der Stadt Meckenbeuren
2011 Menschenrechtspreis der Stadt Graz
2015 Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland

2017 Ehrenbürgerschaft der Stadt Bacovar

 

"Wir Salvatorianer werden P. Berno als lebensfrohen, selbstlosen und willensstarken Menschen- und Tierfreund im Gedächtnis behalten, dessen Leben im Dasein mit seinen Nächsten und für sie seine Erfüllung fand. P. Bernos unerschütterliche Liebe zu den Menschen hat in fünf Hilfswerken für die Ärmsten konkrete Gestalt angenommen und lebt dort weiter", schrieben P. Leonhard Berchtold, Präsident des Stiftungsrates der P. Berno Stiftung, und P. Josef Wilfing, Vorsitzender des Vorstandes der P. Berno Stiftung, in einer Aussendung.

 

"Du hast ja unglaubliche Kräfte und Ideen entwickelt und bist dabei immer sehr konkret geworden. Da hast du so richtig als Salvatorianer-Missionar gewirkt, genau in dem Sinne wie das Motto für 2015 unser jetziger Generalobere aus Brasilien, P. Milton Zonta, nennt: 'Die Mission des Heilandes ist unsere Leidenschaft.' Das hast du für mich auf vielfältigste Weise gelebt – das ist durch dich sichtbar und spürbar geworden, hat Hand und Fuß bekommen. Und deine Leidenschaft hat viele – gerade auch junge Menschen hier und dort – begeistert und motiviert, ja auch inspiriert und angesteckt bis heute herauf. Lieber Berno, für dein ganzes wunderbares Lebenszeugnis möchte ich dir im Namen der österreichischen Pro-Provinz der Salvatorianer danken und ein aufrichtiges herzliches Vergelt‘s Gott sagen. – In Kärnten sagt man: Ein ewiges Vergelt‘s Gott!", so P. Josef Wonisch, Provinzial der Salvatorianer in Österreich und Rumänien.

 

Totenbrief P. Berno Rupp

 

P. Josef Wonisch: Ansprache zu P. Bernos 80. Geburtstag

 

 

 

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